Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert, da der Leiter des IAPE, Klaus Janus im Juli 2007 unerwartet verstorben ist.

This website is not being updated anymore since Klaus Janus, head of the IAPE, has died unexpectedly in July 2007.

 

Über das Institut

 

Seit Beginn des Jahres 2000 besteht das INSTITUT FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE in Esslingen am Neckar. Es ist hervorgegangen aus der INTERNATIONALEN AKADEMIE FÜR PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE welche von 1996 bis Ende 1999 bestand. Leiter des Institutes ist Klaus Janus.

Die Intentionen, Arbeitsgebiete und Themenfelder des Institutes sind identisch mit denen der Akademie. Das Institut ist eine private Forschungseinrichtung mit dem Charakter eines interdisziplinären Zusammenschlusses von Fachleuten. Das IAPE verfolgt das Ziel, die vielfältigen Phänomene, welche während der Untersuchung des lebenden Blutes im Mikroskop - insbesondere mit Hilfe der Dunkelfeld-Technik - zu beobachten sind, einer naturwissenschaftlichen Klärung zuzuführen. Dies geschieht im Hinblick auf den Nutzen für die Erkenntnis der Ursachen von, vor allem, chronischen Krankheiten, sowie der Möglichkeiten zu ihrer Behandlung und zur Heilung des Patienten. Das IAPE sieht seinen Platz im Bereich der Biologie und der Medizin.
Das IAPE fühlt sich einer naturwissenschaftlichen Arbeits- und Denkweise bei der Dokumentation, Erforschung und Präsentation der Thematik verpflichtet. Die Institutsleitung spricht sich ausdrücklich gegen spekulative Aussagen - vor allem im Bereich der angewandten Medizin und Heilkunde - aus.

 


Klaus Janus auf der Medizinischen Woche1998 in Baden-Baden bei einem Tagesseminar zum Thema Dunkelfeld-Diagnostik


Ein offenes Wort zur Gesamtthematik*:

Die Dunkelfeld-Mikroskopie, die sogenannte "Diagnostik und Therapie nach Enderlein" - die "Isopathie", soll heißen: Therapeutika mit Substanzen aus Schimmelpilzen und Mikroorganismen - ist in den letzten Jahren von vielen Ärzten und Heilpraktikern vermehrt eingesetzt worden. Teilweise wird von erstaunlichen Behandlungserfolgen berichtet.

Prof. Dr. Günther Enderlein lebte von 1872 bis 1968. Er war Zoologe und ein renomierter Insektenkundler (Entomologe). Neben seinem eigentlichen Beruf war er während des ersten Weltkrieges eine Zeit als "dienstfreiwilliger" Bakteriologe tätig - dort soll er vor allem mit der Frage der Entstehung des Fleckfiebers (Rickettsiose, Läusefleckfieber) befaßt gewesen sein. Dieses wird von Medizinhistorikern aber bestritten. In jener Zeit fand er aber bei Untersuchungen des Blutes von Menschen und Tieren (Warmblütlern) merkwürdige Kleinstpartikel, welche teilweise bis unter die lichtmikrokopische Auflösungsgrenze gingen (weniger als 200 Nanometer). Diese waren besonders gut im Spezial-Dunkelfeld-Mikroskop, welches es seit ca. 1905 gab, erkennbar. Da er sie keinen damals bekannten Bestandteilen des Blutes zuordnen konnte, forschte er nach ihrer eigentlichen Natur und Herkunft. Diese Zeit war eine Hochzeit der Mikrobiologie, insbesondere der Bakteriologie und der damals gerade erst beginnenden Virologie. Alle Welt suchte nach Krankheitserregern (z.B. Robert Koch, 1883-1910, Entdecker des Tuberkulose-Erregers 1882, ebenso des Cholera-Erregers 1883). So lag es nahe, daß Enderlein in diesen Kleinstpartikel im Blut spezifische Mikroorganismen vermutete (z.B. Bakterien und/oder Pilzelemente bzw. Viren). Von Viren wußten er und die Mikrobiologie damals noch sehr wenig. Er stellte aber er eine gewagte Hypothese (wissenschaftliche Annahme) auf:

    >> Der Mensch besäße seit Urzeiten die Schimmelpilze 'Mucor recemosus Fresen' und 'Aspergillus niger Tieghem' in Kleinstformen als Ur-Symbionten in sich. Diese seien an der Entwicklung der Krankheiten entscheidend beteiligt. Während beim gesunden Menschen diese "Ur-Symbionten" (Enderlein gab ihnen den Namen ENDOBIONTEN) nur in apathogener Form - also nicht krankmachend - auftauchen, würden sie bei "naturwidriger Lebensweise" ihre Form und Eigenschaft ändern und pathogen - also krankmachend - werden. Die Ursache der meisten chronischen Krankheiten sei - so Enderlein - auf die Wirkung der pathogenen Formen dieser Ur-Symbionten zurückzuführen. Kommen nun apathogene Formen und pathogene Formen zusammen, kann eine geschlechtliche Kopulation stattfinden, wobei die apathogenen Formen zu spermienähnlichen Gebilden würden (Enderlein nannte sie 'Spermite' und setzte sie den Bakteriophagen nach d'Herelle und Twort, 1917, gleich). Durch diese Kopulation würden die pathogenen Formen in apathogene Formen, also ihre eigenen frühen Entwicklungsformen oder in Bruckstücke davon zurückverwandelt und der Mensch wieder gesünder. Diese Behauptung führte zur Therapie mit speziellen Schimmelpilz-Medikamenten - der sogenannten "Isopathie".<<

Soweit die Hypothese Enderleins. Sie ist bis heute - zunächst - eine Hypothese geblieben. Das heißt, bis heute ist es - offiziell anerkannt - nicht gelungen, diese Hypothese zu beweisen. Dagegen ist es der Stand des aktuellen wissenschaftlichen Verständnisses, welcher im Widerspruch steht zu einen Teil der Aussagen Enderleins. Insbesondere der Teil der sogenannten "cyclogenischen" Übergänge von Viren in Bakterien und von Bakterien in Pilze und zurück in unschädliche Mikroorganismen oder Bruckstücke, was immer diese sein sollen. Im Zeitalter der Molekularbiologie und der Genetik wird es von Seiten der Wissenschaft als geradezu absurd angesehen, diesen Teil der Hypothese Enderleins aufrecht zu erhalten. Die 3 Bereiche - der Viren, der Bakterien und der Pilze - gelten als von einander völlig unabhängige, eigenständige Spezies mit eigener, einzigartiger genetischer Struktur. Auch wenn es streckenweise Deckungsgleichheiten in der genetischen und/oder phänotypischen Struktur der Lebewesen gibt (wie z.B. auch zwischen Affe und Mensch), so sind die determinierenden und unterscheidenden Anteile des Genoms von einander verschieden. So wie man das fehlende Bindeglied ("missing link") zwischen Mensch und Affe sucht, so fehlt es auch zwischen den Spezies Virus, Bakterium und Pilz.

Um der Gerechtigkeit willen muß aber erwähnt werden, dass zeitgleich mit Enderlein der amerikanische Forscher Dr. Royal Raymond Rife und der canadische Forscher Dr. O. Cameron Gruner von der McGill-Universität mikrobiologische Kulturversuche unternommen haben, welche zu erstaunlichen Ergebnissen geführt haben. Beide haben - zunächst unabhängig voneinander - aus Krebsgewebe operierter Patienten Mikroben isoliert. Diese Mikroben waren in der Lage, in Versuchstieren erneut Krebs zu erzeugen und erfüllten so das Koch-Henle-Postulat. Das Außergewöhnliche war, dass je nach Nährboden-Zusammensetzung bei erneuten Kultivierungsversuchen einmal ein Virus oder ein Bakterium oder ein Pilz heranwuchs. Diese Untersuchungen wurden mehr als 100 Mal durchgeführt und gelangen immer wieder. Sollten diese Versuche heute unter modernen Bedingungen gelingen, könnte Enderlein eine späte Anerkennung zuteil werden. Dies zeigt nur, welch viele Fragen und grundsätzliche Überlegungen bei der Suche nach der Ursache von Krebs - auch heute noch - eine wichtige Rolle spielen. (Hintergrundinformation können in englischer Sprache gefunden werden unter diesem Link: August 4, 1949 NEWS-PRESS "Man In San Diego May Solve Cancer Problem") Mögen die aktuellen Bestrebungen zur Klärung dieser Fragen die eindrucksvolle Historie und moderne Forschung zusammenführen und neu beleuchten. Es ist leichtsinnig und voreilig zu glauben, dass die Wissenschaftler vergangener Tage weniger wußten, als wir es heute zu wissen meinen.

Vitalblut-Diagnostik und Realbefunde

Die Interpretation der vielen, teilweise sehr eindrucksvollen Phänomene im Vitalblut während der Untersuchung im Dunkelfeld-Mikroskop werden von vielen Ärzten und Heilpraktikern immer noch ausschließlich im Sinne dieser Hypothese Enderleins durchgeführt. Warum? Weil es in vielen Kursen ausschließlich so gelehrt wird !! Übliche Kurse, in denen man die Diagnostik und Therapie nach Enderlein - die sogenannte Isopathie - erlernen kann, werden von "Ausbildern" geleitet, welche sich und anderen bisher keine Rechenschaft über die Aussagen der Enderlein-Lehre gegeben haben; sie haben die Enderlein-Lehre nicht unvoreingenommen geprüft, prüfen lassen und sich gefragt, was heute - im Jahr 2005 - davon noch aufrechterhalten werden kann. Warum das so ist, mag in Naivität, kritikloser Ignoranz oder in persönlichen Interessen begründet sein. So macht es oft auf Kursteilnehmer den Eindruck, daß es sich hier um eine geniale wissenschaftliche Erkenntnis handelt und daß die modernste Wissenschaft "... langsam dabei ist, die Erkenntnisse Enderleins zu bestätigen" (z.B. mit der Prionen-Hypothese bei der BSE-Krankheit). Tatsächlich wird ihnen aber Glaubensgebäude vermittelt, welches oft genug auch relionsähnlich verteidigt wird. Plötzlich findet sich der uninformierte Kursteilnehmer unerwartet inmitten von religionskriegsähnlichen Diskussionen mit Kritikern und Befürwortern wieder. Sein eigentliches Interesse galt aber nur dem Erlernen einer seriösen Diagnostik und Therapie zum Wohle seiner Patienten.

1996 hat der renomierte Arzt und Fachbuch-Autor Dr.med. Jost Dumrese, Facharzt für Innere Medizin, Immunologe und Mykologe zusammen mit dem Schweizer Privatforscher Bruno Haefeli das Buch "Pleomorphismus" im HAUG-Verlag herausgegeben. In diesem (leider vergriffenen und nur noch über Antiquariate erhältlichen) 583-seitigen und im DinA4-Format erschienen Basiswerk wird die 200jährige Erforschung der Phänomene im Lebendblut der Menschen beschrieben. Viele Forscher werden genannt und gewürdigt und ihre Forschung dargestellt. Dieses Werk will keine weitere - persönliche - Interpretation der Befunde im Mikroskop liefern. Vielmehr sollte hier das große Spektrum der bisher geäußerten Interpretationsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die interessierte Öffentlichkeit, darunter vor allem viele Ärzte und Heilpraktiker, aber auch deren Patienten, fordern nachdrücklich eine wissenschaftliche Klärung der Phänomene und eine klare, international anerkannte Interpretation und Nomenklatur der Befunde.

Das IAPE versucht seit 1996 eine solche Klärung der eindrucksvollen Phänomene in den Blutuntersuchungen auf der Grundlage eines naturwissenschaftlichen Verständnisses. Es ist bestrebt, alle modernen Erkenntnisse der interdisziplinären Grundlagenforschung mit dem reichen Erfahrungsschatz der Praktiker abzugleichen. Es hat weltweit als einzige Arbeitsgruppe eine standardisierte Untersuchungsmethode entwickelt, deren Interpretation der Hämatologie und der Mikrobiologie Rechnung trägt. Seit 10 Jahren werden so an verschiedenen Orten Europas Ärzte und Heilpraktiker in dieser Methode der "Real-Befundungen" ausgebildet.

Nach Einschätzung der Mitglieder der ehemaligen INTERNATIONALEN AKADEMIE FÜR PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE, sowie der Leitung des INSTITUTES FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE - besteht seitens der meisten bisherigen "Ausbilder" o.g. Kurse zum Erlernen der Dunkelfeld-Mikroskopie, wie auch seitens der mit der Thematik verbundenen pharmazeutischen Industrie keinerlei Interesse an der notwendigen Klärung der Widersprüche und offenen Fragen.

Die IAPE hat 1998 in einem Fragenkatalog der Pleomorphismologie über 350 offene brisante Fragen formuliert, welche das Ausmaß des Nicht-Wissens in diesem Bereich deutlich machen. Jeder Interessierte kann diesen Fragenkatalog anfordern. Darüber hinaus hat die IAPE eine Reihe von Publikationen herausgegeben, welche die aktuelle Forschung, sowie entsprechende Stellungnahmen der IAPE der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Das INSTITUT FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE - wird diese Arbeit nach Kräften und Mitteln weiterführen.

Auf dieser Homepage können Sie sich über die Sichtweise und Ziele des IAPE informieren und -sollten Sie sich angesprochen fühlen- mit dem Institut Kontakt aufnehmen.

* Fachbegriffe können Sie im Glossar nachlesen.




© copyright IAPE 2000