Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert, da der Leiter des IAPE, Klaus Janus im Juli 2007 unerwartet verstorben ist.

This website is not being updated anymore since Klaus Janus, head of the IAPE, has died unexpectedly in July 2007.

 

IAPE - Publikationen:

Serie:  "Pleomorphismologie"  Teil 3
Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde 09/97

Sind Enderleins "Endobionten" Symbionten

Enderleins "Urparasit" - ein Symbiont?

Enderleins Gesamtwerk ist - neben der Beforschung zyklischer Entwicklungsmöglichkeiten bakterieller Mikroben sowie neben seinen vor allem in den "Akmon"-Dokumentationen reichlich vorhandenen philosophischen Fragestellungen und den Versuchen enstprechender Beantwortungen - eine Forschungsarbeit, welche sich in besonderer Weise mit den Formen und der Bedeutung der Wechselbeziehungen zwischen Wirt und Mikroorganismen inclusive daraus abzuleitender therapeutischer Konzeptionen auseinandersetzt.

In seinem Hauptwerk "Bakterien-Cyklogenie" (1925) werden Fragen der Symbiosephänomenologie nur tangential berührt. Es gilt hier zu bedenken, daß sich der damalige Forschungs- und Wissensstand im Vergleich zu heutigen Erkenntnissen der Symbiose- und Endocytobiontenforschung in der Phase der Neuland-Entdeckungen befand, obwohl bereits fast ein Jahrhundert zuvor durch Schimper (1838) erste Überlegungen in dieser Richtung angestellt worden waren.

1925 legte sich Enderlein in seinem Grundlagenwerk hinsichtlich des Symbiosebegriffes per definitionem folgendermaßen fest: Es handelt "sich nämlich nur um das Zusammenleben verschiedener Organismenarten bei wechselseitigem Nutzen und gleichzeitiger gegenseitiger Anpassung". Diese bedeutenden, speziellen Formen biologischer Verkoppelung trennt er mit Nachdruck von Phänomenen ab, die als gleichzeitig kolonisierende unterschiedliche Bakterien-Spezies bei Züchtungen auf Nährböden beobachtet werden können (sog. "Syntrophosen": Kap. VI ß "Conditionelle Faktoren der Cyclogenie"). Von Symbiosen ist in der "Bakterien-Cyclogenie" darüber hinaus im Rahmen der einleitenden Forschungsrückblicke in Form kurzer Hinweise die Rede. So werden Dunbars Beobachtungen (1907), bei denen der Hamburger Hygiene-Professor sowohl Bakterien, Hefen und Schimmelpilze aus Algen hat herauswachsen sehen, nicht "als unterschiedliche Erscheinungsformen der Algen" (Dunbar), sondern vermutlich korrekt als Symbiosen interpretiert, wobei Enderlein durchaus "primitive Vorläufer" solcher algen-fixierter Symbionten für denkbar hielt.

In auffallend häufiger Weise spricht Enderlein wesentlich später (50er Jahre) in seinen "Akmon"-Schriften im Zusammenhang mit den - in seinem Grundlagenforschungswerk "Bakterien-Cyclogenie" allerdings nirgendwo erwähnten - "Endobionten" oberbegrifflich von "Symbionten" / "Ursymbiose" bzw. von Sonderformen des Symbiosephänomens: von "Parasiten" und "Urparasiten". Es gilt zu prüfen, ob damalige Forschungsergebnisse heutigen Erkenntnisen der Molekularbiologie, Genetik, Cytobiologie und Mikrobiologie entsprechen oder teilweise bzw. grundlegend korrigiert werden müssen.

Enderleins "Endobiontenbefall" - ein evolutionäres Ereignis

Aus der Sicht des Leipziger Zoologen Professor Dr. Günther Enderlein (geb.1872) lebt der Mensch seit ewigen Zeiten in Form einer "Ursymbiose" mit Endobionten in Gemeinschaft. Sie beginnt - so Enderlein - als evolutionäres Ereignis nach dem Entwicklungs-Stadium des Lanzettfischchens, "einem wurmartigen Fossil, welches weder ein Hirn, noch einen Schädel, noch überhaupt jegliches Knochenskelett besitzt. Es stellt das einzige, den Wirbeltieren gerade noch zuzuordnende Lebewesen dar, das die urparasitenfreie Erscheinung repräsentiert. In dem Verlauf des phylogenetischen Aufstiegs dieses Organismus dürfte die Symbiose mit dem Urparasiten eingesetzt haben... seit hunderten von Millionen Jahren, dem Zeitraum der Gesamtphylogenie der Wirbeltiere". Als Folge hiervon wurden höher entwickelte Tierspezies "so weitgehend befallen, daß in all diesen unendlichen Zeiträumen nicht eine einzige Zelle aller Wirbeltiere jemals frei geblieben ist." Nach Enderlein wird der Endobiont mit der Fortpflanzung weitergegeben - Sperma wie Eizelle enthalten bereits symbiontisch-endobiontische Mitbewohner, welche als entscheidende "Ursache vor allem chronischer Krankheitskomplexe höchste Bedeutung erlangt haben", hier in erster Linie der "Stausucht" ( = "Endobiosis"), also in Form vaskulärer Erkrankungen (Insulte, Herzinfarkte, Durchblutungsstörungen anderer Art) soweit es jenen Endobionten betrifft, welcher als Kulminante das Pilzstadium "Mucor racemosus" erreicht.

Die Hypothese über das Vorkommen cytoendobiontischer Elementarpartikelchen, die nach Enderlein und anderen Pleomorphismologen zur weiteren intra-vitam-EntwickIung befähigt sind, ist zum Zeitpunkt der Forschungen Enderleins bereits ein halbes Jahrhundert alt. 1866 veröffentlichte der Straßburger Physik- und Toxikologie-Professor Antoine Bechamp Überlegungen über einen "Kreislauf der lebendigen Substanz" - wie er übrigens erneut von Santo ("Das Gesetz von der Erhaltung der lebendigen Substanz" 1951) und Rusch ("Erhaltung und Kreislauf lebender Substanz" 1955) postuliert wurde. Offensichtlich hatten Bechamp und andere Nachfolgeforscher der allerersten Pionierzeit der "Mikrobenjäger" (de Kruif 1927) Enderleins Weltbild deutlich beeinflußt. Da Enderlein die Kausalpathogenese nahezu aller Erkrankungen sowie deren Klinik und deren entsprechendes isotherapeutisches Konzept auf der Ebene cytoendobiontischer Phänomene sowie deren unterschiedlicher Entwicklungsstadien aufbaut und da sich eine zunehmende Zahl von Therapeuten Enderleinschen z.T. verblüffend erfolgreichen Therapie-Möglichkeiten zuzuwenden scheinen, ist es im Sinne einer grundsätzlichen Notwendigkeit - vor allem aber auch vor dem Hintergrund einer besonders heutzutage unumgänglichen komplementärmedizinischen Qualitätsfindung und Qualitätsgarantie - angebracht, Forschungsergebnisse Enderleins einer kritischen Evaluation zuzuführen, möglicherweise weiterführende Forschungsprogramme zu definieren und entsprechende unvoreingenommene Experten zu gewinnen, die als lehrmeinungsmedizinisch anerkannte Mediziner, Pharmakologen, Biologen etc. bereit sind, wissenschaftliche Fragen der Pleomorphismologie zu klären. In diesem Sinne sind zunächst Fakten der aktuellen Lehrmeinung über Symbiosen und deren Bedeutung im Rahmen dieser Arbeit zumindest skizzenhaft zu beleuchten, um auf diese Weise Diskrepanzen zwischen Enderleins Forschungsergebnissen und der Lehrmeinungsbiologie bzw. Lehrmeinungsmedizin vergleichend zu erfassen.

Symbiosen -was sind das?

Der Symbiosebegriff entstammt altgriechischem Sprachgut bios = das Leben, sym = zusammen. Symbiose = Zusammenleben.

Der Symbiosebegriff wurde 1879 von de Bary in die Wissenschaften eingefiihrt. Er verstand unter Symbiosen "ein enges Zusammenleben ungleichartiger Organismen". Heute wird unter einer Symbiose ein zeitweiliges oder ein dauerhaftes, einander speziell angepaßtes Zusammenleben verschiedener Organismen verstanden. Diese Wechselbeziehung kann für die Partner von differenter Bedeutung sein (lese Text zu Abb. I). Symbiosephänomene sind in der Natur überaus häufig. Insofern läßt sich die wissenschaftliche Thematik Enderleins, welche endobiontische Lebensphänomene symbiontischen Lebensformen zuordnet, nicht etwa als "exotische" Thematik eines Mikrobiologie-Experten längst vergangener Tage abqualifizieren. Die Natur zeigt uns eine kaum überschaubare Formenfülle von Symbiosen, so ist z.B. zwischen beständigen (z.B. Einsiedlerkrebs und Seeanemone) und zeitweilig-saisonalen Symbiosen (Blütenbestäubung der Bienen) zu unterscheiden. Blattschneiderameisen oder Holzwespen züchten eigens Pilze, von denen sie leben. Allgemein bekannt ist die symbiontische Flora des Darmes höherer Lebewesen. Mensch und Mikrobe bilden natürliche, innige Lebensgemeinschaften zu beiderlei Nutzen.

Die Wissenschaftsmeinung Enderleins steht aus prinzipieller Betrachtungsweise nicht im Widerspruch zur heutigen orthodoxen Lehrmeinung: Enderleins Endobionten sind wichtige Regulatoren physiologischer Lebensprozesse. Viele symbiontische Lebensgemeinschaften sind aus der Sicht modernster Symbioseforschung Vorteilsgemeinschaften! Enderleins Auffassung basiert in ausgesprochenem Maße auf einer lebensnotwendigen Bedeutung der Endobionten für den Menschen. Im Falle immunregulativer Funktionen durch Endobionten stehen seine Vorstellungen allerdings in einem unvereinbaren Kontrast zur aktuellen immunologischen Wissenschaftsmeinung, bei der die Vernichtungsszenerie der Mikroben und die Beseitigung sowie das Recycling von Zelltrümmern und anderen makromolekularen Stoffen von spezifizierten Zellen direkt (Phagozytose/Zellkilling) oder mit deren geeigneten Produkten bewerkstelligt wird, also nicht etwa durch spermienähnliche, niedrige Entwicklungsstufen der Enderleinschen Endobionten. Diese "Spermite" sind möglicherweise mit Bakteriophagen (heutige Fachbereichzuordnung: Virologie) identisch.

Enderlein hat "Spermite" lediglich grobmorphologisch beschrieben, deren Funktion im Rahmen seiner Fleckfieberforschung (1916) vermutlich fehlgedeutet. Doch hier wie auch über die Funktion und Schädigungsmöglichkeiten symbiontischer Endobionten mehr in weiteren Folgen dieser Serie.

Endocytosymbiosen - ein spannendes Kapitel der Biologie!

Die bisherigen Erörterungen bezogen sich - zumindest aus der Sicht der Lehrmeinungs- "Symbiontologie" - zunächst einzig auf Wechselbeziehungen zwischen abgrenzbaren Individuen, also auf Symbiosen zwischen Einzellern und solchen zwischen Einzellern und Mehrzellern (z.B. Darmflora des Menschen). Eines der spannendsten Kapitel der Evolution (und hier der Symbioseforschung) sind "Lebensformen innerhalb von Lebensformen", also intrazelluläre in Bezug zur Wirtszelle genetisch wie stoffwechselmäßig (allerdings unterschiedlich) autarke Lebenseinheiten. Diesbezüglich unterliegen die verschiedensten intrazellulären Phänomene und Entwicklungsstufen in zunehmendem Maße bereits seit Jahrzehnten etablierten modernen endocytobiologischen Forscheraktivität, deren Resultate in entsprechenden Lehrbüchern der Cytobiologie dargestellt werden (siehe z.B. "Zellbiologie", Kleinig, Sitte 1984). Hervorhebenswert sind Arbeiten von W. Schwemmler (1991), einem der führenden Endozytobiologen Deutschlands (Buchtip: "Symbiogenese als Motor der Evolution"). Auf präzise Nomenklaturen ist zu achten. "Von Endosymbionten spricht man, wenn der kleinere Partner im Körper des größeren lebt. Endosymbionten können extrazellulär oder intrazellulär leben. Im zweiten Fall liegt Cytosymbiose Endocytobiose vor" (Kleinig, Sitte 1984).

Bereits 1838 hatte A.F.W. Schimper , die Behauptung aufgestellt - und deren Zutreffen auch belegen können - daß *Plastiden nur aus ihresgleichen hervorgehen können. Er wies darauf hin, daß diese Situation an eine intrazelluläre Symbiose zwischen einem autotrophen Symbionten und einem heterotrophen Wirt erinnere. 1890 formulierte R.Altmann die Endosymbionten-Hypothese, deren wesentliches Postulat darin bestand, daß die autoreduplikativen Plastiden und Mitochondrien Abkömmlinge ehemals freilebender Einzeller sind, die während einer frühen Phase der Evolution als Cytosymbionten in die Zelle eingeschleust wurden und dort nach und nach zu Organellen domestizierten.

Enderlein mußte diese Hypothese aufgrund seiner Beobachtungen und aufgrund der Forschungsergebnisse anderer Pleomorphismologen vor ihm verständlicherweise favorisieren. Enderleinsche Endobionten zirkulieren sowohl in der extra- wie auch in der intrazellulären Matrix. Die jeweils aktuelle Wahl des Lebensraumes hängt dabei von vielen Faktoren ab (Milieu interne/Homöostase/Säure-Basen-Haushalt) .Damit bestehen zunächst zwischen Forschungsergebnissen Enderleins und der Lehrmeinungs-"Endosymbiontologie" keine Widersprüche, soweit es sich in einer übersichtlichen Betrachtung um intrazelluläre wie extrazelluläre symbiontische Lebensphänomene handelt. In Analogie haben wir es deckungsgleich mit Biophänomenen außerhalb von Wirtszellen oder mit cytoplasmatisch-symbiontischem Leben zu tun. Die Frage wird nun sein, inwiefern auch Einzelheiten etwa über die Struktur, biophysikalischen Eigenschaften, Genetik, Biofunktion etc. dieser Endobionten mit Erkenntnissen der aktuellen Lehrmeinung in Einklang stehen. Vorweg sei daraufhingewiesen, daß es dabei zwischen Enderlein bzw. Enderlein-Anhängern einerseits und Vertretern der Lehrmeinungsbiologie andererseits zu bisher unüberbrückbaren Kontroversen gekommen ist, da Endobionten in ihrer einfachsten Organisationsstufe schlichtweg aus einem bisher von Pleomorphismologen nicht charakterisiertem Eiweiß bestehen sollen, also z.B. in dieser Form keinerlei genetisches Grundmaterial (DNA) aufweisen, ein für Genetiker indiskutables Faktum, soweit ernsthaft von "Lebendeinheiten", welche in der Lage sein sollen, sich reduplizieren zu können, die Rede sein soll. Möglicherweise muß die Definition des Begriffes "Leben" in einem Zeitalter der Prionenproblematik neu überarbeitet werden. Immerhin ist das Virchowsche Dogma, das die Zelle als kleinste Einheit des Lebendigen festlegte, lange schon unhaltbar geworden; Virologen z.B. haben uns eines Besseren belehrt.

Cytoendobionten - keine Seltenheit

"Cytoendobionten sind bei heute lebenden Organismen, einschließlich des Menschen, weit verbreitet. Das Überleben artfremder Zellen in größeren Wirtszellen stellt zellbiologisch ein hochinteressantes Phänomen dar. Eine wichtige, weitgehend noch unbeantwortete Frage betrifft dabei jene Faktoren, die verhindern, daß der Symbiont in der Wirtszelle verdaut wird. Im Falle von Cytoparasiten kommt der Beantwortung dieser Frage große praktische und medizinische Bedeutung zu (z.B. Malaria)", so Kleinig und Sitte in ihrem Lehrbuch der Zytobiologie ( 1984 ). "Der Grad der gegenseitigen Verflechtung von Wirt und Symbiont ist dabei sehr unterschiedlich." In einer Tabelle werden beispielhaft unterschiedliche Integrationsstufen vorgestellt. Diese Darstellung der Integrationsstufen zeigen jedoch zumindest im Vergleich zu den Enderleinschen physiologischen Niedrigentwicklungsstufen sämtlich eigene Genomkomplexität, darüberhinaus kommen sie als hochentwickelte Formen auch in freier Natur vor. Den Cytoendobionten der orthodoxen Wissenschaft fehlt die seitens der Pleomorphismologen in vielfältiger Weise beschriebene Möglichkeit der cyclischen Aufwärtsentwicklung. Die moderne Mikrobiologie lehnt eine derartige stufenweise Entwicklung, bei der Kokken, Stäbchen und Pilzelemente einem Ursprungs-Endobionten zuzuordnen sind, entschieden ab. Bemerkenswert scheint immerhin ein mit der Lehrmeinung korrespondierender Punkt: Auch Enderlein wies auf die Unverdaubarkeit der Endobionten durch intrazelluläre Enzyme hin.

Bei allen bemerkenswerten Hypothesen, Befunden und bisherigen therapeutischen Konsequenzen, die "Symbiontologie" resp. "Endocytobiologie" steht vor einer Fülle offener Fragen. Von größtem Interesse im Sinne Enderleins ist eine eingehendere Charakterisierung der von ihm beschriebenen "Endobionten", deren niedrigste Entwicklungsstufen (*Protit/*Protitit/*Protitstadium) von Enderlein oder nachfolgenden Pleomorphismologen nie wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen worden sind. *Protitformen entsprechen hypothetischen Gebilden, die einer lichtmikroskopischen Beobachtung entgehen. Wann und unter welchen definierbaren, meßtechnisch erfaßbaren Bedingungen sich solche Symbionten zu pathogenen Endo-(cyto-)symbionten aufwärtsentwickeln können - als solche z.B. die Zellgrenzen sprengen und sich in vielgestaltiger Form einer cyclogenischen Weiterentwicklung im Blutplasma und in den Körpergeweben ausbreiten - bedarf umfassender Forschungsarbeit.

Glossar
Cyklogenie:
aus Cyklostadien bestehen - der kreisformiger Entwicklungsgang bestimmter Mikroorganismen (z.B. "Endobionten" Enderleins). Dabei kann je nach Milieubedingungen eine Pilzkulminante erreicht werden. Die Rückentwicklung findet als Zerfall (Arthrogenie) statt, wobei wieder niedrige Entwicklungsformen auftreten (Kreisschluß).

Cytosymbionten: s. Endozytobionten

Endosymbionten:
kleine lebende Einheiten, welche mehr oder weniger autark innerhalb eines größeren Organismus existieren (z.B. Darmflora).

Endozytobiologie:
Lehre von der Existenz und der Bedeutung sog. Endozyten oder Endozytobionten

Endozytobionten:
mehr oder weniger autarke und in Bezug zum Genom der Wirtszelle genetisch divergente Zellorganellen/zytoplasmatische Phänomene.

Plasmide:
extrachromosomale Elemente, die in der Zelle meist als autonome, ringförmig angeordnete doppelsträngige DNA-Moleküle vorliegen.

Pleomorphismus:
Naturphänomen. Formenvielfalt in der Mikrobiologie.

Pleomorphismologie:
Begriffseinführung J. Dumrese (1996). Lehre, die mit den Phänomenen des Pleomorphismus befaßt und daraus therapeutische Verfahren ableitet

Protit:
nach Enderlein kleinste lebende aus Protein bestehende Einheit überhaupt

Protitit:
erste Stufe der Aufwärtsentwicklung. Zusammenballung von Protiten.

Protitstadium:
wechselhafter Zustand zwischen Protit und Protitit.

Literatur
[1] Bechamp, A.: Rend. He ptom. De l Acad. des Sciences.: Bd. 63, 66, 68, 76 (1866, 68, 69 resp. 76).
[2] De Kruif; P.: "Mikrobenjäger". Orell Füssli Verlag, Zürich, Leipzig (1927).
[3] Dumrese, J., Haefeli, B.: "Pleomorphismus". Handbuch. Haug-Verlag, Heidelberg (1996).
[4] Enderlein, G.: "Bakterien-Cyclogenie". Neuaufl.: Semmelweis Verlag, Hoya (1980).
[5] Enderlein, G.: Akmon-Hefte. IBICA-Verlag 1957. Heft 1, 2 und 3. nunmehr erhältlich bei Semmelweis-Verlag, Hoya.
[6] Kleinig, H., Sitte, P.: "Zellbiologie". Gustav Fischer Verlag (1984). [7] Schwemmler; W.: "Symbiogenese als Motor der Evolution". Paul Parey Verlag (1991).

Verfasser des Artikels:
Autorenteam der Internationalen Akademie für Pleomorphismologie und Endocytobiologie, Schloß Weißenstein (1996 - 1999).

Korrespondenzadresse:
Dr. Jost Dumrese
, Klaus Janus, Institut für angewandte Pleomorphismologie und Endocytobiologie - IAPE, Kreuzstr. 79, 73730 Esslingen Tel: 0711- 318992, Fax: 3180667, e-mail: sekretariat@iape.de, Internet-Homepage: www.iape.de

Abbildungen werden später an dieser Stelle veröffentlicht; nachfolgend schon mal die Texte dazu:
Abb. 1: Formen der Symbiosen (nach Albini und Knoflach 1984): Neutralismus: beide Symbionten haben weder Vorteile noch Nachteile durch das Zusammenleben. Amen- salismus: ein Partner wird geschädigt, der andere bleibt unverändert. Kommensalismus: ein Symbiont schöpft Vorteile, der andere bleibt unverändert. Synnekrose: beide Organis- men werden geschädigt. Parasitismus: ein Organismus schöpft Vorteile, der andere wird geschädigt. Mutalismus: beide Symbionten schöpfen ihre Vorteile gegenseitig.
Abb. 2: Modell einer stäbchenfönnigen Bakteriophage. Diese Virusformen können Bakterien befallen und sie zerstören. Zeichnung: J. Durnrese nach Abbildungen aus "Lexikon der Immnunologie" von Bundschuh, Bräuer und Schneeweiß (1988) und aus "Medizinische Mikrobiologie" von Hahn, Falke und Klein (1991).



© copyright IAPE 1999